Erfahrungsbericht

Decathlon & GitHub

1976 trafen sich sieben Sportliebhaber auf einem Parkplatz in Frankreich und träumten davon, ihre Leidenschaft allen zugänglich zu machen. Dies war die Geburtsstunde von Decathlon, der weltweit größten Einzelhandelsmarke für Sportartikel. Die Produktinnovationen reichen von in zwei Sekunden aufgebauten Pop-up-Zelten bis zur Schnorchelmaske, mit der das Atmen sogar durch die Nase möglich ist. Decathlon stellt jedoch nicht nur mit Produkten die Branche regelmäßig auf den Kopf. Das Unternehmen nutzt Open Source und die damit verbundene globale Entwickler-Community, um sich Gedanken darüber zu machen, wie die Kunden einkaufen, welche Erfahrungen sie machen und wie sie mit der Sportausrüstung interagieren.

Das Unternehmen Decathlon beschäftigt nahezu 100.000 Mitarbeitende, viele davon in einem der 1.600 Geschäfte weltweit. Die digitale Transformation hat drastische Auswirkungen auf den Einzelhandel, was Decathlon dazu bewegt, seine Strategien zu überdenken und jeden Schritt des Einkaufserlebnisses auf die Geräte der Interessenten zu bringen. Damit dieses Vorhaben in die Realität umgesetzt werden kann, hat sich das aus 1.000 Mitgliedern bestehende IT-Team für GitHub Enterprise entschieden.

Julien Lind gehört zu den Technologievorreitern von Decathlon. Der Engineering Manager arbeitet an mobilen und Web-Lösungen für Geschäsfte in 52 Ländern. Sein Team nutzt Software zur Verwaltung der Inventare und Verkaufsstellen, zur Preisgestaltung der Artikel und für vieles mehr. Für eine anhaltende Dynamik muss die Technik laut Julien fortlaufend transformiert werden. Technologie hat bei Decathlon oberste Priorität. Er begründet dies so: „Die Welt entwickelt sich rasant, also müssen wir das auch tun.“

Decathlon: Open Source

Anfangs wurde mit dem Anbieter GitLab gearbeitet und im eigenen Rechenzentrum von Decathlon gehostet. Server gehostete Arbeit erforderte ein VPN, was die Sichtbarkeit der Workflows und die Vermeidung von Redundanzen erschwerte. Außerdem konnte das Team Open Source nur bedingt nutzen, da sich der Code auf 20 verschiedene Repository-Tools verteilte. „Wir mussten zur Cloud übergehen, um die Arbeit jedes Einzelnen zu sehen,“ sagte Alexandre Faria, der als Software Engineer für die Entwickler-Tools verantwortlich ist, dazu gehört auch die Open Source-Community von GitHub/Decathlon.

Alexandre konnte zwar alle Anwender auf einem einzigen GitLab-Repository konsolidieren, nach wenigen Monaten wechselten jedoch die meisten Entwickler zu GitHub. Als der Trend sich abzeichnete, wechselte das Team auf GitHub Enterprise. GitHub war bereits bei vielen Mitarbeitenden bekannt und wurde von den Anwendern sowohl privat als auch beruflich genutzt. Darüber hinaus war es wichtig, Teil der Open Source-Community zu sein. Alexandre erklärt: „Wir haben uns nicht nur aufgrund der niedrigen Kosten für GitHub entschieden, sondern auch, weil wir in der Lage sein wollten, unseren Beitrag für eine breitere Open Source-Community zu leisten.“

Anfangs löste der Wechsel von On-Premise- zu cloudbasierten Open Source-Tools Sicherheitsbedenken beim Team aus. Alexandre konnte das Team jedoch beruhigen: Der Code ist sicherer als je zuvor. Sein Team verlässt sich auf die personalisierte Anmeldung (Single Sign-on), Prozesse und Drittanbieteranwendungen, um die Sicherheit zu erhöhen, auch wenn der Code innerhalb des Unternehmens sichtbarer wird. Seine Erklärung: „Quellcode gehört nicht nur einem Team - er gehört dem gesamten Unternehmen. Wir müssen in der Lage sein, offen daran mitzuwirken, und der Quellcode, von dem wir abhängen, muss sichtbar für uns sein.“

Decathlon: Collaboration

Decathlon vertraut außerdem auf Dependabot, eine Funktion von GitHub, die automatisch nach veralteten und unsicheren Bibliotheken sucht und Pull Requests generiert, um diese zu aktualisieren. „Dank Dependabot sorgen wir uns weniger um Schwachstellen in unserem Code,” sagt Alexandre. „Die Funktion hilft uns, Schwachstellen zu finden und zu eliminieren, was ein großer Schritt in Richtung hochwertige Software bedeutet.“

Jetzt können alle 1.000 GitHub-Nutzer bei Decathlon auf die 2.600 Repositories im Unternehmen zugreifen. Außerdem steigert die Inner Source-Kultur das interne Feedback, die Chancen zur Zusammenarbeit und die Produktion von wiederverwendbarem Code. Alexandre sagt: „GitHub ist eine Community. Wir profitieren von Beiträgen, die wir vorher nicht erwartet haben.“

Wir haben uns nicht nur aufgrund des günstigen Preises für GitHub entschieden, sondern auch, weil wir in der Lage sein wollten, unseren Beitrag für eine breitere Open Source-Community zu leisten.

Außerdem half GitHub bei der Konsolidierung der Repositories. Nun ist laut Julian alles an einem Ort zu finden, ohne durch 10 oder 20 verschiedene Repository-Standorte navigieren zu müssen. Die Code-Prüfung und servergehostetes Programmieren kann nun automatisiert werden, zuvor konnte nur alleine oder in Silos gearbeitet werden. „Wir haben die Code-Qualität, Dokumentation und die Zusammenarbeit gleichrangiger Mitarbeiter verbessern können.“

Seit Anfang 2019 erstellte Decathlon für ein Projekt 350 Versionen, was laut Alexandre zwei oder mehr Versionen pro Tag in der Produktion bedeuten. „GitHub hat durch die Beschleunigung der Prozesse definitiv einen großen Anteil an diesem Erfolg.“

Decathlon: Team

Alexandre hat außerdem bemerkt, dass sich das Team auch außerhalb von Decathlon Inspiration holt, um noch schneller Versionen zu veröffentlichen. Früher begann das Team jedes Mal bei Null, wenn eine Entwicklung anstand. Man beschäftigte Entwickler, die dann in ihren physischen Büros an die Arbeit gingen. Jetzt kann man dank GitHub mit beliebigen Entwicklern weltweit zusammenarbeiten. Alexandre sagt: „Open Source-Lösungen sind für uns optimal, da uns Millionen potenzieller Entwickler zur Verfügung stehen. Wir können unseren Beitrag leisten, unser Wissen austauschen und die gesamte Community profitiert weltweit davon.“

Um dieses erweiterte Team nun in die Software von Decathlon zu integrieren, wird fortan der eigene Code zum Open Source-Code. Das Team erarbeitete sechs Monate lang einen speziellen Prozess, um sinnvoll entscheiden zu können, was veröffentlicht wird. Der Quellcode wird von einem Team aus Beratern, Entwicklern und Rechtsanwälten evaluiert. Sobald der Code sensible Daten enthält oder für die Community redundant wäre, bleibt er privat. Julien erklärt: „Während des Prozesses stehen wir bei Problemen und Fragen jederzeit zur Verfügung. Dadurch stellen wir sicher, dass das Team nur Quellcode veröffentlicht, hinter dem alle gemeinsam stehen. Bei Open Source geht es darum, herauszufinden, was man braucht, aber natürlich gehört es auch dazu, etwas zurückzugeben.“

Für den internen Code verwendet das Team den standardmäßigen Git-Flow und nutzt sowohl vorhandene GitHub Actions als auch Actions, die das Team selbst entwickelt hat. Alle Actions erstellen automatisch einen Versionshinweis, die auf der Wiki-Seite des Repositories abgelegt wird. „Alles geschieht automatisch. In unseren Augen ist eine Action eine Art Erweiterung einer fortlaufenden Integration,“ sagt Alexandre. Eine der beliebteren Funktionen ist das Vorschlagen von Änderungen. „Auf diese Weise können die Benutzer direkt Änderungen auf GitHub anwenden.“

Decathlon: Collaboration

Eine offene und flexible Pipeline hat Decathlon agiler gemacht denn je. Während sich der größte Teil des Engineering-Teams mit dem Einzelhandel (online und offline), der Beschaffung und Logistik, der Lagerverwaltung und den Versandlösungen beschäftigt, konzentrieren sich volle 15 Prozent auf neue Technologien, tragbare Geräte und weitere Innovationen, um die Prozesse kontinuierlich zu optimieren und zu beschleunigen. Diese Veränderung wird genutzt, um das Unternehmen als Vorreiter für digitale Innovationen neu zu erfinden. Laut Fabien Dardé, dem Scrum Master, der das neue POS-System von Decathlon aufbaut, beginnt Einzelhandel traditionellerweise mit einem physischen Ladengeschäft, sodass die Veränderung immens groß ist. Die neue Strategie sieht vor, dass zunächst ein großes Online-Interesse geweckt wird, dann eine Lagerinfrastruktur aufgebaut und erst dann ein physisches Ladengeschäft eröffnet wird, auf das alle gespannt gewartet haben.

Nach Betreten des physischen Ladengeschäfts wird die Einkaufserfahrung durch Technologie gelenkt und alles dreht sich um die Benutzer. Den Interessenten wird die Option „Erst testen, dann kaufen“ angeboten, mit der sie ein Produkt sieben Tage lang ausprobieren können. Sind die Kunden zufrieden damit, gehört es ihnen. Bezahlt wird sieben Tage später über das Konto der Kunden. Ist das Produkt nicht das richtige, können sie es einfach zurückbringen. Derzeit laufen außerdem Experimente mit Decathlon Coach, einer neuen App, die Läufe und die jeweilige Herzfrequenz speichert. Dadurch erhält das Team ein Verständnis darüber, wie die Verbraucher die Produkte von Decathlon nutzen, um anschließend datenbasierte Vorschläge zu unterbreiten. Wenn ein Kunde beispielsweise eine gewisse Anzahl an Läufen über eine bestimmte Distanz absolviert und gespeichert hat, bekommt er einen Hinweis, dass es eine gute Idee wäre, neue Laufschuhe zu kaufen, um das Verletzungsrisiko zu senken.

Decathlon arbeitet fortlaufend an der Optimierung seiner Technologien, um daraus neue, erfolgreiche Wege im Einzelhandel zu entwickeln. Alexandre sagt: „Wir müssen für die zukünftige Mitarbeitende sichtbar sein und als Technologieunternehmen wahrgenommen werden, das GitHub und die Open Source-Community nutzt.“ Diese Strategie hilft nicht nur dabei, die besten Entwickler für das Unternehmen zu gewinnen, sondern sie steigert auch die Effektivität bei Decathlon im Allgemeinen. „Wenn einzelne Organisationen innerhalb unseres Unternehmens zusammenarbeiten, ist in Sachen Erfolg alles möglich.“

  • Branche

    Retail

  • Unternehmensgröße

    1.500+

  • Produkt

    GitHub Enterprise Cloud

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